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Gerichtsvollzieher: Räumungskostenvorschüsse

Vorsorge beim Mietvertragsabschluss
Schock für Vermieter: Räumungskostenvorschussanforderungen

Es müssen nicht die zur Zeit so oft erwähnten Mietnomaden sein, die private Vermieter in Schwierigkeiten bringen. Eine weitere Zeiterscheinung ist die Zunahme überschuldeter privater Haushalte, bei denen die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens lediglich eine Frage der Zeit ist. In Deutschland gibt es mehr als 3 Mio. überschuldete Privathaushalte. Zahlungsunfähigkeit des Mieters bedeutet nicht allein das Ausbleiben von Mietzahlungen. Dies allein schon kann einen Vermieter, der die Wohnung finanziert, im Extremfall selbst in den Ruin treiben. Vermieter werden dann noch öfter den langen Leidensweg gehen müssen, an dessen Ende nicht einmal Erlösung wartet. Auf diesem Kreuzweg häufen sich erst einmal die Schulden: Mietschulden, Sachverständigen-, Gerichts- und Anwaltskosten, die Kosten der Zwangsräumung, oft noch Kosten für die Entsorgung des Sperrmülls, ausstehende Nachzahlungen aus Betriebs- und Heizungskostenabrechnungen einschließlich der Kosten für Schönheitsreparaturen und Schadensbeseitigung.

20.000,00 € bis 40.000,00 € können Wohnungsvermieter auf diesem Weg, Gewerbevermieter das Doppelte, verlieren, so lautet die Branchenschätzung. „Mir passiert das nicht“, denken manche unserer Mitglieder, solange sie noch keine gegenteiligen Erfahrungen gemacht haben. Immer wieder macht es die Berater vom HWG-Peine betroffen, erleben zu müssen, wenn Mitgliedern Räumungskosten-Vorschussanforderungen zwischen 6.000 € und 25.000 € - je nach Wohnungsgröße – von Gerichtsvollziehern ins Haus flattern.

Davor kann man sich über unsere vereinsangebundene und konkurrenzlos günstige ROLAND-Rechtsschutzversicherung (59,90 € pro Jahr pro Wohnung) schützen, so dass sie diese exorbitant hohen Räumungskosten vorschüsse nicht zu befürchten brauchen. Gleichwohl bleiben meist aber hohe Mietverluste, vor denen man sich bei rechtzeitiger Vorsorge hätte schützen können.

Viele Mitglieder scheuen die Ausfüllung eines Selbstauskunftsformulars (liegt in unserer Geschäftsstelle vor!) durch ihren Mietinteressenten, obwohl dieses bei Kreditvergaben der Banken absolut üblich ist. In jedem Falle sollten unsere Mitglieder, sofern nicht die wirtschaftlichen Verhältnisse ihres Mietinteressenten glasklar vor ihren Augen liegen, einen Bonitätscheck über unsere Vereinsgeschäftsstelle einholen. Gegen eine Gebühr von 15,00 € zzgl. MwSt. können wir Ihnen mitteilen, ob Ihr Mietinteressent eine gute oder schlechte Zahlungsmoral aufweist.